Burnout Stress Angst Depression

Einen neuen Weg aufweisen.

Burnout Symptome, Stress und psychische Erkrankungen nehmen stetig zu. Im Jahre 2019 gab es unter den gesetzlich Versichterten allein 185000 Betroffene. Für die letzten Pandemiejahre muss sicherlich mit einer weiteren Zunahme gerechnet werden.

Während man früher annahm. dass Burnoutsymptomatiken nur Menschen bekommen, die durch Arbeitsstress über ihre Grenzen gegangen sind, wurden inzwischen weitere Situationen definiert, in denen diese Beschwerden auftauchen können zB. bei familiärer Überlastung (Alleinerziehende), bei sozialer prekärer Lage/sozialer Isolation oder auch bei emotionaler Überforderung infolge schwerer Erkrankungen wie zB. Krebs. Auch die Diagnosen Depression, Angsterkrankungen und Essstörungen können mit Symptomen eines Burnout verknüpft sein. 

Wenn bei Ihnen eine Burnoutsymtomatik, eine Angst/Panikstörung oder eine leichte/mittelgradige Depression festgestellt wurde und Sie sich optimalerweise in psychischer Therapie befinden, dann kann mit den körpertherapeutischen Maßnahmen, die Sie in der Erläuterung nachfolgend finden, die Behandlung sehr gut ergänzt und unterstützt werden.

Natürlich können Sie aber auch unabhängig davon alle Anwendungen präventiv oder bei Stress ohne psychologische Begleiterkrankungen als Stress Prävention in Anspruch nehmen.


Stressmanagement + Massage

Wenn durch äußere Reize eine psychische und körperliche Anspannung entsteht, spricht man von Stress. Wirkt dieser Stress dauerhaft auf uns ein, kann das chronische Stressreaktionen provozieren und uns krank machen. Ganz ohne jeden Stress ist es aber auch nicht richtig, der sogenannte Eustress ist wichtig oder wie man inzwischen sagt: die richtige Work-Life-Balance. Dazu braucht man unter anderem Resilienz. Resiliente Menschen begegnen den Herausforderungen ihres Lebens aktiv, kraftvoll und in sich ruhend. 

Es werden Kenntnisse und Reflektion zum eigenen Stresserleben erarbeitet und individuelle kurz-und längerfristige Bewältigungsstrategien erörtert. Wir sprechen über Säulen der Life-Balance, die eigenen Bewertungsmuster und Stressfaktorengewichtung. In diese Beratung gehören auch regenerativ wirksame Entspannungs- und Bewegungsmöglichkeiten, damit die körperliche und psychische Gesundheit in Eigenverantwortung gestärkt werden kann und wir besprechen die Anwendung kognitiv/mentaler Veränderungswerkzeuge und guter Selbstmanagementkompetenzen: Stressresistenz: die Widerstandskraft gegen situativen Stress, Stresskompetenz: die Fähigkeit mit Stress umzugehen und Stressprävention: die Fähigkeit stressige Situationen zu vermeiden.

Danach erfolgt in der 2. Hälfte der Behandlungszeit eine Massage der durch den Stress verspannten Hauptmuskulatur mit anschließender Tiefenentspannung. Diese Kombination aus Stressmanagment und Körpertherapie hat sich als äußerst hilfreich bewährt.

 

Bellymassage/Colonmassage

Die Bellymassage/Colonmassage ist eine Form der Massage, die in den 1930er Jahren von dem Arzt Dr. Paul Vogler entwickelt und etabliert wurde. Das lateinische Wort für den Dickdarm ist „Colon“ woraus sich der Name der Behandlung ableitet. Sie gehört zu den medizinischen Massagen, die nur von ausgebildeten Physiotherapeuten angewendet werden darf. Weil auch die Bauchdecke mitmassiert wird, wirkt sie nicht nur auf den Dickdarm, sondern auf den gesamten Bauchraum entspannend. Eine Bauchmassage setzt Glückshormone wie Dopamin und Serotonin frei.

In diesem Falle wird die Colonmassage jedoch nicht nur bei Magen-Darm-Beschwerden angewendet, sondern kann auch bei nervlichen Spannungszuständen oder Erschöpfungszuständen lindernd wirken. Es wird ein vegetativer Ausgleich geschaffen, weil ein positiver Einfluss der Behandlung über den sensiblen Bauchbereich auf die vielen Nerven im Bauchraum, insbesondere auf das vegetative Nervensystem so sehr gut möglich ist.

Abgerundet wird die Belly/Colonmassage durch die Einbeziehung eines großen warmen Flußsteines, welcher das Sonnengeflecht, welches ein sehr großes Nervengeflecht vegetativer Nerven im Bauchraum darstellt, erwärmt und somit ein wohlig warmes Gefühl der Lockerung und parasympathischen Umstellung erreicht.


Autogenes Training

Das autogene Training wurde 1932 von dem deutschen Arzt Johannes H. Schultz (1884–1970) entwickelt. Dieser hatte sich lange mit der Hypnose beschäftigt und kannte die Wirkung von Suggestionen. Schultz’ Ziel war es, sich über die Selbstbeeinflussung in den Zustand der Entspannung zu versetzen. Das autogene Training stellt somit eine Form der Selbsthypnose dar, die ein Umschalten der körperlichen, vegetativen Funktionen (wie z.B. Durchblutung, Pulsschlag, Atmung) in einen Ruhezustand zur Folge hat. 

Der entspannte Zustand wird nicht wie bei der progressiven Muskelentspannung indirekt über einen willkürlichen Prozess (das bewusste Anspannen der Muskeln) erreicht. Vielmehr gelangt man hier direkt über gedankliche Konzentration zur Ruhe.

Sie erlernen, wie Sie die Formeln des Autogenen Trainings und darauf aufbauende Vorsätze (positive Affirmationen) selber anwenden können (dieses Verfahren ist kontraindiziert bei Psychosen).


Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen

Dauerhaft erhöhte Muskelanspannung kann Schmerzen im Körper auslösen und verstärken. Umgekehrt erhöhen Schmerzen wiederum die Muskelanspannung – ein Teufelskreis. Auch kann die erhöhte Muskelspannung (Muskeltonus) aus einer seelischen Belastung resultieren. 

Das Ziel dieses Lerntrainings ist es, die Muskelspannung bewusst zu kontrollieren und zu differenzieren und das vegetative Nervensystem und dessen Aktivierung/Beruhigung zu regulieren. Die Abfolge der An- und Entspannungsformeln lernen Sie danach selbstständig durchführen zu können.

 

Slow Stroke® Massage

Im Vergleich zu üblichen Massagen ermöglicht die Slow Stroke® Massage eine ganzkörperliche Erfahrung, eine sehr tiefe Entspannung und bietet vielfältige Möglichkeiten die eigenen Körpergrenzen, sowohl in der Wahrnehmung als auch im Erleben, zu vergegenwärtigen. Das Symptom der Anhedonie (sich 'nicht mehr fühlen') kann sich auf dem körpertherapeutischem Weg auflösen. Dadurch wird ein Transfer der körperlichen Grenzwahrnehmung auf die psychischen Ebenen ermöglicht.

Die Slow Stroke® Massage wurde von Claudia Berg, ausgehend von ihren Kenntnissen und langjährigen Erfahrungen in den Bereichen Körperarbeit, Massage und Tanz entwickelt. In den Jahren 1999-2002 wurde sie in ihrer Wirksamkeit bei depressiven Patienten in der wissenschaftlichen Studie SeSeTra (Serielles-Sensibilisierungs-Training) untersucht und bestätigt. (Müller-Oerlinghausen et al., 2004; 2005). 

 

Memento Regulationsprinzip

In dieser Regulationsbeeinflussung sind 4 wirksame Prinzipien kombiniert:

Entspannende Trockenbürstenmassage - Beruhigende Ganzkörperwaschung - Ganzkörperölung mit Aromaölen - Ganzkörperwickel(Körpervorderseite und -rückseite ohne Genitalregion)

Die entspannende Trockenbürstenmassage: Eine sehr alte Technik, die schon von Pfarrer Kneipp empfohlen wurde, um die Selbstheilungskräfte anzuregen. Hier allerdings verbunden mit der gedanklichen Visualisierung, dass der Stress (bildlich gesprochen), aus dem Körper herausgebürstet wird. Die Körpergrenzen werden sehr intensiv erfahren und spürbar gemacht. Die Aufmerksamkeit und das Erleben wird dadurch in den Körper gelenkt.

Die beruhigende Ganzkörperwaschung: Auch diese Anwendung wird Pfarrer Kneipp zugeschrieben. Die Wurzeln dieser Therapie liegen allerdings viel tiefer und sprechen unsere Urerfahrungen von Vertrauen und Zuwendung an. Nonverbal  sind diese Erfahrungen gespeichert in unseren allerersten Kindheitserinnerungen und mit Entspannung und Wohlgefühl verbunden. Diese werden damit behutsam in das bewusste Erleben zurückgeholt. 

Die Aromaölung: Die Aromaölung bezieht sich in dieser Form der Behandlung in einer sehr ruhigen besinnlichen Anwendung auf den ganzen Körper und hat Wirkung über den Geruchssinn und der Tonussenkung durch die langsamen umhüllenden Streichungen (es ist keine „Massage“ im klassischen Sinne). Auch durch diesen Schritt können weitere nonverbale Erinnerungen abgerufen werden und dadurch eine Beruhigung im vergetativen System erreicht werden.

Der Ganzkörperwickel: Weil Halt suchen und Halt geben intuitive Eigenschaften sind, machen wir das schon aus dem Bauch heraus: Unsere Babys und kleinen Kinder „pucken” wir mit den Armen, zum Beispiel, wenn wir sie darin wiegen oder trösten. Überhaupt umarmen wir einen Menschen, den wir trösten möchten – und schließen ihn umso fester in die Arme, je aufgelöster er ist.

Nicht nur frisch geborene kleine Menschen erfahren dadurch Beruhigung. Auch Erwachsene, denn auch für diese gab es schon seit langer Zeit die Ganzkörperwickel in Kombination mit warmen oder kalten Auflagen. 

Dieser Ganzkörperwickel ist ein trockener Wickel, der dem Pucken sozusagen nachempfunden wird. Er wird ganz eng um den Körper herumgeführt und festgesteckt. Immer dann, wenn es um Empfindungen wie Geborgenheit, Schutz und Trost geht, suchen und schaffen wir einen Rahmen, der in seinen Eigenschaften einem Kokon nahekommt.

In diesem „Kokon“ ruhen Sie einfach noch 10 Minuten nach.